REVIEW 2018

Wie mit vielen Dingen im Leben ist ein eine Rückschau auf ein Sportjahr auch mit etwas Abstand wieder sehr interessant. So wie man sich im Winter die Fotos des letzten Sommerurlaubs anschaut und gleichzeitig an einem trüben Wintertag aus dem Fenster blickt und sich dabei wieder die warmen Temperaturen herbeiwünscht, ist es auch so, dass man mit etwas Abstand sich wieder die Rennen und nur die positiven Momente in Erinnerung behält/herbeiwünscht und dabei die ganzen Qualen vergisst.

So war es auch bei meinen Veranstaltungen in diesem Jahr. Rückblickend gesehen habe ich doch ein bisschen Lehrgeld gezahlt, als ich mich etwa beim Mondseer Radmarathon zu Beginn zu sehr verausgabte und mein Bruder nach etwa der Hälfte der Strecke nur meinte: „Du schwitzt aber schon ganz schön viel.“, was nichts anderes bedeutete, als ich schon sehr müde und ausgelaugt aussah.

Natürlich war auch mein gesamtes  Training ein Wechselbad der Gefühle. Manchmal war ich topmotiviert, manchmal wollte ich gar nicht mal an das Training denken. So ungefähr könnte man die Herangehensweise an meinen ersten Radmarathon im Juni beschreiben. Im April und Mai habe ich noch fleissig trainiert und dann plötzlich das Training eingestellt. Ich nutzte dabei die Zeit für das Schwimmtraining. Das Ergebnis hatte ich weiter oben schon angedeutet: Ich war von den 140 Kilometern beim Mondseer Radmarathon dementsprechend überfordert. Die ersten 80 Kilometer habe ich nur voll auf die Tube gedrückt, bis mein Akku sozusagen völlig leer war. Der Rest ist Geschichte. Im kommenden Jahr mache ich es sicherlich wesentlich besser.

Das Rennen auf den Großglockner im Juli kann ich für mich persönlich als Erfolg verbuchen, obwohl ich im Nachhinein etwas hinter meinen Erwartungen lag. In weiser Voraussicht hatte ich damals schon zu Beginn sehr mit den Kräften gespart. Ich begann in der Talsohle von Heiligenblut mit einer relativ geringen Anfangsgeschwindigkeit. Und so konnte ich doch bis zur Franz-Josefs-Höhe ein konstantes Tempo halten. Diese Fahrt kann ich als doch als sportliches Highlight des Jahres einordnen.

Als nächstes stand eine Woche später ein Jux-Bewerb auf dem Plan. Beim Fun-Triathlon in Obertrum startete ich meinen ersten Triathlon. 250 Meter Schwimmen, 12 KM Radfahren und 2,5 KM Laufen. Diese Distanz habe ich –  trotz des brutalen Sturzes mit dem Rad – durchgehend mit einem lachenden Gesicht bewältigt. Ich empfand es eine Stunde lang als puren Spaß. Der Wettkampfgedanke drängte sich bei mir dabei eher in den Hintergrund. Ich wollte hauptsächlich Erfahrungen sammeln – und eben viel Spaß haben. Somit kann ich diesen Bewerb auch als „Gelungen“ abhaken.

Beim Eddie-Merckx-Classic in Fuschl wiederholte ich im Prinzip den Fehler vom Mondseer Radmarathon. Zuerst Vollgas, dann Flasche leer und zu allem Überfluss bin ich auch noch vorzeitig abgestiegen. Aber wie gesagt in Zukunft gibt es für mich keine Ausreden mehr. Bei den Plänen für mein kommendes sportliches Jahr spielt er deshalb auch eine übergeordnete Rolle. Mit ziemlicher Sicherheit werde ich dabei wieder am Start stehen. Wie auch am 30. Juni beim Radmarathon in Mondsee.

In der Gesamtbetrachtung stand im Wesentlichen hauptsächlich der Spaß und das Sammeln der Erfahrungen im Vordergrund. Somit freue ich mich schon auf das kommende Jahr und seinen sportlichen Herausforderungen.

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