AN TAGEN WIE DIESEN… OKTOBER 2018

 

Jahrestag. Zwei ganze lange Jahre sind nun schon seit meinem letzten Laufbewerb vergangen, und irgendwie habe ich das Gefühl, dass es da noch viel mehr Zeit braucht, um überhaupt mal wieder bei einem Bewerb mitlaufen zu können. Es war in Frankfurt beim Marathon. Ich hatte nicht den besten Tag, am Ende war ich jedoch extrem happy. Natürlich kommen alle Erinnerungen wieder hoch, wenn man – wie ich am Sonntag – die Fernsehübertragung des Rennens in Frankfurt mit verfolgt, und dabei die Atmosphäre der Frankfurter Festhalle förmlich bis ins Wohnzimmer strahlt.

 

 

Natürlich kann ich mich noch immer gut in die Situation hineinversetzen. Wenn man alles gibt, wenn man die letzten Kraftreserven herauskitzelt, wenn man beißt, kämpft und flucht. Wenn man sich auf den letzten, entscheidenden Kilometern immer wieder selber motiviert, wenn man sich schon auf den Zieleinlauf freut. Zum einen weil, man sich dann endlich ausruhen kann und zum anderen weil man ein persönliches Ziel erreicht hat. Weil man die Stimmung genießen kann, weil die Zuschauer alle Läufer anfeuern und zujubeln, und schlussendlich, weil sich nun alle Mühe und Anstrengung in der Vorbereitung nun doch gelohnt haben. Es waren zwei Jahre, in denen ich all das beiseite geschoben habe, gewollt oder ungewollt. Bis heute.

Nein, ich genieße einfach die Bewegung und das lässige Gefühl, das einen überkommt, wenn man dann doch den inneren Schweinehund überwunden hat.

Heute trabe ich wieder mit meiner Laufuhr am Handgelenk meine alte Trainingsrunde dahin. Ich quäle mich nicht, ich versuche nicht ein bestimmtes Tempo zu laufen, ich mühe mich nicht ab, um eine bestimmte Distanz zu erreichen. Nein, ich genieße einfach die Bewegung und das lässige Gefühl, das einen überkommt, wenn man dann doch den inneren Schweinehund überwunden hat. Wenn es auch noch so windig ist. Aber zugleich werde ich natürlich auch ein wenig wehmütig, wenn ich an meine früheren Trainingszeiten denke, als ich mich bei einer 4:30-Pace wieder erholte und als ich tagtäglich sämtliche Feld- und Schotterwege und in der Umgebung abgelaufen bin.

Aber ich stecke mir kein Ziel, ich trainiere nach keinem bestimmten Plan und ich peile keine konkrete Zielzeit an, aber ich versuche nun das Lauftraining wieder vermehrt in meinen Alltag zu integrieren.

 

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