MYTHOS ALPE D`HUEZ

 

 

Im Sommer wird jede Kurve und jeder Kilometer  zwischen den Serpentinen von farbenfrohen Radtrikots und aufgeregten Stimmen belebt. Die Straße wurde durch ein Radrennen zum Mythos.

 

 

Für die einen ist es das Sinnbild der Tour de France, für die anderen der am meisten überschätzte Anstieg des Radsports. Die Straße nach L’Alpe d’Huez zählt zu den legendärsten Kletterpartien der Alpen.

 

 

Mit dem Etappensieg des legendären Fausto Coppi begann die Beziehung zwischen Alpe d’Huez und der Tour de France. Seit 1952 schreiben die 21 Haarnadelkurven über 13,2 km mit einer durchschnittlichen Steigung von 8,1% zur Skistation regelmäßig Tour-de-France-Geschichte. Besonders seit den späten 70er Jahren, hat dieses kleine Alpendorf seinen Platz auf der Fahrradkarte markiert. Wer diese Bergankunft gewinnt, sichert sich einen Platz im Olymp des Radsports.

 

 

Auf diesen Serpentinen haben sich unglaubliche Schlachten zugetragen.  Jede Kurve hat ihre eigene Geschichte. Sie sind durchnummeriert und nach den Siegern der Rennen benannt (einige davon nach zwei) und wo sie mit ihren berühmten Angriffen attackierten. Die 7. Kurve ist auch als Dutch Corner bekannt, die Fahrer aus dem Flachland haben anscheinend die Alpen beansprucht, um die fehlende Höhe ihres Landes auszugleichen.

 

 

Der schnellste Aufstiegsrekordhalter ist Marco Pantani, der 1997 in 37 Minuten 35 Sekunden auf die Station kletterte und die Etappe gewann. Das Podium an diesem Tag beinhaltete Pantani, Jan Ullrich und Richard Virenque und ihre Zeiten gehören zu den Top 10 aller Zeiten. Diese spezielle Ausgabe ging als die leistungsstärkste in die Geschichte der Tour.

Morgen steht ein neuer Angriff auf diesen berühmtesten Kehren folgen. Wer wird sich einreihen in die berühmte Liste mit Hinault, Schleck oder Sastre?

 

Die Namen der 21 berühmten Kehren auf Alpe d’Huez:

1952 Italien Fausto Coppi (Kehre 21)
1976 Niederlande  Joop Zoetemelk (Kehre 20)
1977 Niederlande Hennie Kuiper (Kehre 19)
1978 Niederlande Hennie Kuiper (Kehre 18)
1979 Portugal Joaquim Agostinho (Kehre 17)
1979 Niederlande Joop Zoetemelk (Kehre 16)
1981 Niederlande Peter Winnen (Kehre 15)
1982 Schweiz Beat Breu (Kehre 14)
1983 Niederlande Peter Winnen (Kehre 13)
1984 Kolumbien Luis Herrera (Kehre 12)
1986 Frankreich Bernard Hinault (Kehre 11)
1987 Spanien Federico Echave (Kehre 10)
1988 Niederlande Steven Rooks (Kehre 9)
1989 Niederlande Gert-Jan Theunisse (Kehre 8)
1990 Italien Gianni Bugno (Kehre 7)
1991 Italien Gianni Bugno (Kehre 6)
1992 Vereinigte Staaten Andrew Hampsten (Kehre 5)
1994 Italien Roberto Conti (Kehre 4)
1995 Italien Marco Pantani (Kehre 3)
1997 Italien Marco Pantani (Kehre 2)
1999 Italien Giuseppe Guerini (Kehre 1)
2001 Vereinigte Staaten Lance Armstrong (Kehre 21)
2003 Spanien Iban Mayo (Kehre 20)
2004 Vereinigte Staaten Lance Armstrong (Bergzeitfahren) (Kehre 19)
2006 Luxemburg Fränk Schleck (Kehre 18)
2008 Spanien Carlos Sastre (Kehre 17)
2011 Frankreich Pierre Rolland (Kehre 16)
2013 Frankreich Christophe Riblon (Kehre 15)
2015 Frankreich Thibaut Pinot (Kehre 20)

 

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