AN TAGEN WIE DIESEN… JUNI 2018

 

Auf den flachen Strecken kann eigentlich jeder fahren. Erst bei den langen Steigungen trennt sich beim Radfahren dann die Spreu vom Weizen.

 

Wie werde ich zu einer richtigen Bergziege?

Die Leistung am Berg verbessert sich generell durch die Vergrößerung der aeroben Ausdauer sowie der Optimierung des Körpergewichts. Auch eine effiziente Trettechnik und sehr gute Kraftausdauer ist am Berg entscheidend. Doch wie bekomme ich die richtige Bergpower?

Diese lässt sich aber nicht ausschließlich durch Fahrten am Berg trainieren. Ich versuche deshalb auch ein Athletikprogramm in mein Training zu integrieren. Der Körper braucht die Muskelkraft um sich trotz der Steigung, also der Schwerkraft, bewegen zu können. Und umso steiler der Anstieg, desto mehr Kraft wird benötigt.

„Und man erhält auch ein Gefühl für die Steigungen und die nötige Kraft.“

Wenn ich die Leistung am Berg verbessern möchte, sind aber Bergintervalle unumgänglich. Bergintervalle sind kurze und intensive Einheiten, die effektives Training und Höhenmeter in einem kurzen Zeitraum vereinen. Die Qualität des Trainings ist dabei wichtiger als der Umfang. Und man erhält auch ein Gefühl für die Steigungen und die nötige Kraft.

Aber nicht nur das Körpergewicht und die Kraft sind entscheidend, sondern ich benötige auch die richtige Technik und Taktik. Bei meinem letzten Radmarathon habe ich bemerkt, dass ich die Steigungen meistens sitzend hinauffahre.

Im stehenden Wiegetritt teilen sich die Muskeln die Arbeit aber anders auf. Der Oberkörper arbeitet dabei mehr mit. So entgehe ich auch einer drohenden Verspannung in der normalen Position. Den Berg stehend hochzufahren hat auch den Vorteil, schneller antreten zu können und besonders in sehr steilen Anstiegen wird das gesamte Körpergewicht auf das Pedal übertragen.

 

 

Aber der hauptsächliche Grund, dass ich den Berg sitzend hinauftrete, liegt daran, dass dabei das Körpergewicht hauptsächlich vom Sattel getragen wird. Im Gegensatz dazu werden bei der stehenden Position  die Arm- und Wadenmuskeln stärker beansprucht und auf Dauer schwächt das wieder meine Beinmuskulatur – und meine Kraftreserven. Die hohe Belastung am Berg kann ich aber auch mit einem Wechsel aus Steh- und Sitzposition trainieren, also abwechselnd aus dem Sattel gehen und nach einigen Umdrehungen wieder hinsetzen.

„Dadurch fehlte mir unterwegs natürliche die sprichwörtliche Luft.“

Als übermotivierter Radfahrer machte ich beim Radmarathon auch den Fehler, den Anstieg zu schnell anzugehen. Dadurch fehlte mir unterwegs natürliche die sprichwörtliche Luft. Ein gleichmäßiges Hochkurbeln wäre wesentlich sinnvoller gewesen – der Körper hätte die Möglichkeit gehabt, das angesammelte Laktat wieder abzubauen.

An Tagen wie diesen werde ich also verschieden lange Bergintervalle auf unterschiedlichen Anstiegen trainieren, um so das richtige Gefühl und die notwendige Ausdauer für meine nächste Herausforderung zu bekommen.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.