WHEN WE WERE YOUNG


Mein erster Radmarathon – eine Vorschau

 

Obwohl es schon so lange zurückliegt, kann ich mich noch sehr gut daran erinnern.
Ich war aufgeregt und erstaunt zugleich.

 

Es war irgendwann in den frühen Achtziger Jahren, als ich mich zum ersten Mal beim Mondseer Halbmarathon in der Zuschauermenge befand. Es war eigentlich ein Zufall, aber die Atmosphäre hat mich von Beginn an fasziniert. Für mich war es damals unvorstellbar, dass man einundzwanzig Kilometer durchgehend laufen konnte. Ich empfand es als abenteuerlich und die Läufer waren an diesem Vormittag meine Helden und Vorbilder. Unnötig zu erwähnen, dass wir Kinder am gleichen Tag unsere Turnschuhe schnürten. Laufschuhe kannten wir damals noch nicht.

Mit meinem Bruder und meinem Cousin lief ich an diesem Nachmittag etwa sieben Kilometer. Unsere Labe war die Zeller Ache, in der wir uns kurz erfrischten. Wir „spielten“ sozusagen den Halbmarathon nach. Es war abenteuerlich und spannend. Und wir fühlten uns als Helden als wir völlig erschöpft wieder zuhause waren. Und meine Vorbilder waren nun die Läufer der „Lauffreunde Mondsee“.

Einige Jahre später startete ich nach rund zweimonatiger Vorbereitung an meinem Geburtsort bei meinem ersten Straßenlauf und erreichte den „sensationellen“ 736. Rang. (http://www.pentek-timing.at/results/1999/a179g01.htm#0). Ich landete zwar im letzten Viertel des Starterfeldes und war sehr erleichtert als ich das Ziel erreichte, aber es gab mir den Ansporn, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Aber wie mache ich jetzt den Bogen zu meinem ersten Radrennen beim 32. Mondseer Radmarathon?

Dazu gibt es mehrere Varianten. Ich entscheide mich dafür, dass ich damals mit dem Rad zum Start des Mondseelaufs fuhr … und es nach dem Rennen nach Hause schob. Ja stimmt, etwas sehr weit hergeholt. 😉

Aber auch beim Radmarathon kann ich wieder mit dem Rad zum Start fahren …und hoffentlich muss ich es dann nicht nach Hause schieben.

Weitere Parallelen sind die rund zweimonatige Vorbereitungszeit oder derselbe Start-Zielbereich für mein erstes Radrennen. Die Erwartungshaltung für den Radklassiker im Salzkammergut ist bei mir ebenfalls wieder sehr gering und ich werde wohl im letzten Viertel des gesamten Feldes zu finden sein.

 

 

Die Strecke verspricht einige Highlights. Laut Veranstalter führt 140-Kilometer-Schleife „über Thalgau und den ersten längeren Anstieg nach Hof weiter zum Fuschlsee. Von Fuschl am See geht es weiter nach St. Gilgen. Von da an entlang des Wolfgangsees bis Bad Ischl.  Weiter durch das Weißenbachtal zum Attersee.
Nach teilweiser Umfahrung des Attersees wartet bei Weißenkirchen im Attergau der letzte Anstieg zum Lichtenberg. Danach geht die Fahrt relativ flach zum Mondsee zurück ins Ziel.“

Gerade dieser letzte Anstieg wird für mich nochmal eine riesige Herausforderung und ich freue mich schon auf das Ziel am Mondseer Marktplatz … und vielleicht treffe ich ja wieder ein Vorbild von damals.

 

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