AN TAGEN WIE DIESEN… MAI 2018

 

Die Definition einer perfekten Woche mit dem Fahrrad!

 

Für einige sind es die Berge und Höhenmeter, die Prozentanzahl der Steigung und die Anzahl der Anstiege.

Andere genießen eine Fahrradfahrt in durchschnittlicher Geschwindigkeit und sind nur dann wirklich glücklich, wenn es weitgehend flach und gerade ist, wie auf dem Rollfeld eines Flughafens.

Für manche zählt eine Ausfahrt mit dem Rad nur, wenn man die Daten an einen Tracking-Dienst hochgeladen hat und im Idealfall noch eine persönliche Bestzeit angezeigt wird. „If ist not on Strava, it didn´t happen.“ – Jeder kennt diesen Spruch.

„Diese Radfahrer beeindrucken körperlich und mechanisch.“

Ihr Ziel ist es, schneller zu fahren als beim letzten Mal. Die Fahrradtour dient ausschließlich als Training. Diese Radfahrer beeindrucken körperlich und mechanisch. Sie treten kraftvoll in idealer Rennposition, die Nasen nur ein paar Zentimeter über ihrem Lenker und ihr Blick wechselt ständig zwischen dem Tacho und den zehn Meter Asphalt direkt vor ihnen.

Und ich?

Ich bin sicher keine Bergziege, die flache Straßen vermeidet und nur die Bergrouten sucht. Ich bin auch kein Radfahrer, der vorwiegend die flache Topographie wählt. Und ich bin auch kein Radfahrer der seine GPS-Daten mit den Namen „Baustelle stoppte mich“ oder „nerviger Gegenwind“ benennt, nur um sicherzustellen, dass alle die mildernden Umstände für die schlechten Statistiken verstehen. Ich verweigere mich noch immer den allgemeinen Analysetools.

Für mich hat eine Fahrradfahrt eine sehr einfache Qualität.

Für mich ist es die Genugtuung des Rückenwindes nach einer Stunde Gegenwind. Für mich ist es die Erholung, wenn beim nach Hause fahren, die Temperaturen langsam kühler werden. Für mich ist es die Art und Weise, wie die Abendsonne auf der Landstraße ihre langen Schatten wirft. Für mich ist es ein Spaß, wenn mich der Nachbarsjunge ein paar Meter begleitet. Ja, für mich ist es einfach der Fahrtwind beim Hinunterfahren.

Am Montagabend rolle ich eine gemütliche Feierabendrunde mit ein paar Steigungen dazwischen. Donnerstags sind es die flotten fünfzig Kilometer mit kurzen Sprints und am Wochenende eine längere Runde in guter Gesellschaft – und meine Fahrradwoche ist perfekt.

 

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