MIT DEM RAD IN DIE ARBEIT – EIN MISSVERSTÄNDNIS?

 

Die gute Nachricht ist, die meisten der Bedenken sind eventuell nur mit einem Missverständnis verbunden und sollen uns nicht davon abhalten.

 

Das Auto ist repariert und fährt wieder ohne zu zicken. Aber zu spät! Ich bin jetzt bereits mit dem Pendlervirus infiziert und pendle weiter mit dem Rad in die Arbeit – auch wenn ich dadurch auf gewohnte Annehmlichkeiten verzichte und es einige logistische Probleme aufwirft, so wie es wahrscheinlich viele Pendler abhält. Aber es war ein unbekannter Pendler mit dem Rad, der mir jeden Morgen im Auto auf dem Weg ins Büro ein schlechtes Gewissen bereitete und mich zum Umdenken brachte. Es hat mich beschäftigt, es lies mich nicht mehr los und so habe ich meine Ausreden hinterfragt und hier versuche ich ein paar Irrtümer wieder zu relativieren.

 

Das Fahrrad

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich als junger Praktikant mit meinem alten Mountainbike zur Arbeit fuhr. Die Kette war nicht geölt, die Schaltung funktionierte nur, wenn sie es wollte und gefühlt hatte es mehr Spinnweben als Kilometer. Aber diesen Sommer trainierte ich unbewusst meine Grundlagenausdauer. Es muss also nicht das perfekte Vintage-City-Bike mit Ledertasche sein. Jedes Fahrrad kann ein Pendlerrad sein.

 

Der Transport

Ich habe mir einfach einen alten Rucksack auf den Rücken geschnallt, um meine persönlichen Sachen in die Arbeit zu transportieren. Und es gibt so viele andere Möglichkeiten wie Lenkertaschen, Körbe, Gestelle, Gepäckträger oder Satteltaschen und noch viele mehr. Die Ausrede, die notwendigen Dinge nicht transportieren zu können, kann also locker widerlegt werden.

 

Der Stadtverkehr

Im Stadtverkehr habe ich sofort bemerkt, dass ich mich als Radfahrer mindestens gleich schnell, wenn nicht sogar noch schneller als der morgendliche Berufsverkehr bewegen kann. Auf dem Radweg sind keine Ampeln und in der Hauptverkehrszeit staut es in den meisten Städten oft schon am Stadtrand. Mit dem Rad bleibt man dabei nicht im Verkehr stecken und man muss sich nicht nervenaufreibend einen Parkplatz suchen, sondern kann mit dem Rad bis direkt vor die Haustür fahren.

 

Die Kontinuität

Mit dem Rad in die Arbeit zu pendeln, muss nicht bedeuten, dass man unbedingt jeden Tag fahren muss. Man kann klein beginnen und zu Beginn nur zwei oder drei Tage pro Woche fahren. Es kann auch sein, dass man sich einen Tag mal nicht so wohl fühlt und deshalb auf das Rad verzichtet. Aber je öfter man fährt, umso mehr pendelt sich der Ablauf ein und man bekommt automatisch Lust täglich zu pendeln. Und nebenbei spart man sich die Zeit, die man ansonsten in den Sport investiert.

 

Die Kleidung

Viele Jeans sind robust genug für das tägliche Radfahren und es gibt genügend Angebote für Radbekleidung, welche man auch im Büro tragen kann. Wenn es regnet, kann man auch in eine gute Regenjacke und Überschuhe investieren. Ebenso gibt es eine passende Kleidung gegen die Kälte, wenn es etwas kühler ist. Die meisten Jacken haben auch reflektierende Elemente für die Fahrten in der Dunkelheit.

 

Die Liste lässt sich noch beliebig fortführen, aber im Grunde findet man immer eine Ausrede – oder eben nicht. Im Gegenteil, es gibt genügend Argumente die dagegen sprechen. Es ist günstig, es ist steuerfrei und es ist günstig, da man beim Treibstoff spart.

Jetzt gibt es also wirklich keine Ausreden mehr!

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