BIKE TO WORK


Unerwartet ist es oft am Spannendsten!

 

In den letzten Wochen kam mir immer wieder der Gedanke das Training mit dem Nützlichen zu verbinden. Also das Radtrainining auf den Arbeitsweg zu verlegen. Das würde aber bedeuten, dass ich am Morgen wesentlich früher aufstehen muss, um rechtzeitig im Büro zu sitzen. Und diese eine Stunde weniger Schlaf hat mich immer wieder davon abgehalten. Bis das Auto nicht mehr wollte wie es sollte. Es musste in die Werkstatt und als der Mechaniker meinte, es würde schon ein paar Tage dauern bis die neuen Ersatzteile angeliefert werden. Dann sagte ich ganz lapidar: „Na, dann fahr ich halt mit dem Rad in die Arbeit.“ Uff, jetzt habe ich ihn ausgesprochen. Den Gedanken, den ich so lange vor mir herschob. Aber welche Alternative habe ich schon? Und wozu habe ich schließlich ein Rad? Und schließlich brauche ich noch dringend ein paar Trainingskilometer. Dazu noch völlig unerwartet.

Aber natürlich nieselt es ganz leicht als ich mich früh am Morgen auf mein Rad schwinge. „Aber macht nichts, ich hab ja sowieso ein Handtuch eingepackt.“ Ja im Gegenteil, wenn es etwas kühler ist, fühle ich mich immer fitter. Das war schon bei den Laufbewerben so. Bei den Regenrennen konnte ich immer voll ans Limit gehen. Und darüber hinaus.

„Ich wechsle jedoch auf den Radweg und bin nun wesentlich flotter unterwegs als der Autoverkehr.“

Trotz der frühen Stunde bin ich also hellwach und rolle gemütlich der einsamen Landstraße entlang. Der Nieselregen wird nun stärker, und geht nun in richtigen Regen über. Es geht den Berg hinauf. Ich kenne den Anstieg sehr gut, liegt er doch auf meiner Haus-Trainingsrunde. Die Regentropfen purzeln mir von der Nase und oben angekommen hört der Regen plötzlich auf. Nun ist das Straßenprofil nur noch flach und gerade bis zur ersten Ampel. Ich wechsle jedoch auf den Radweg und bin nun wesentlich flotter unterwegs als der Autoverkehr.

Nach etwa fünfzig Minuten bin ich an der Haustür des Bürogebäudes angekommen. Eigentlich wollte ich heute Morgen der Erste sein, aber eine Kollegin hält mir schon die Tür auf fragt ganz verwundert: „Bei dem S**wetter fährst du mit dem Rad?“ Ich muss lachen. Obwohl ich völlig durchnässt bin, geht’s mir richtig gut.

Ich verstaue schnell das Rad im Bürokeller, trockne mich ab und streife mir neue Kleidung über und dann… Ja dann freue ich mich auf einen richtig guten Kaffee. Und auf die Arbeit 😉

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