ABENTEUER TRAILRUNNING

 

ENDORPHINE FLUTEN DEN KÖRPER

20.06.2015

 

„We would not recommend to run in street runningshoes.“ erläutert der Veranstalter Sepp Mayerhofer die Streckenbedingungen beim Race Briefing. Mir fällt augenblicklich die Kinnlade herunter. „Oh my god!“Ich habe nur Neutralschuhe eingepackt.  Die Hälfte der Strecke ist auf unbefestigten Gelände und der Regen der letzten Tage hat den Boden natürlich teilweise sehr schlammig werden lassen. Kurzfristig  bin ich etwas entmutig . Abseits dieser Verhältnisse fühle ich mich jedoch am Vortag gut auf meinen ersten Ultra-Langstreckenlauf vorbereitet.

Es ist Samstag, etwa 8:00 Uhr morgens. Der Regen setzt wieder ein.

„Ah, des bischl Regen tuat a nix.“

Etwas gedankenverloren schlendere ich nun auf dem Weg zum Startbereich, als mich Markus Kröll, ein Mitstreiter wieder aufweckt: „Gescht a zum Ultra?“ „Jo, heit is hoit a bleds Wetter.“ antworte ich. „Ah, des bischl Regen tuat a nix.“ höre ich wieder. „Recht hat er!“ denke ich und plötzlich bin ich wieder hellwach.  Weiters erzählt er mir von seinem Mißgeschick bei seiner ersten Teilnahme im Jahr 2012. Damals hat er sich sechs Kilometer verlaufen und ist trotzdem noch Dritter geworden.  Nach dieser Enttäuschung versucht er es heute – bei seiner zweiten Teilnahme  – noch einmal. „Hoffentlich passiert mir das heute nicht!“ Ahne ich bereits zusätzliche Kilometer?

Es sind noch wenige Teilnehmer vor Ort. Minute für Minute werden es aber mehr. „Kurz oder lang, kurz oder lang…“ überlege ich die ganze Zeit. Die Führenden des 100-KM-Laufes werden nach und nach von uns wartenden Läufern eingeklatscht. Sie haben bereits die erste Runde hinter sich gebracht. Die Meisten laufen im kurzen Oberteil. Ich entschließe mich allerdings nach einer kalten, leichten Windböe für ein langärmeliges Shirt.

Der Salzburger Landeshauptmann gibt pünktlich um 09:30 Uhr den Startschuß, und los geht es in mein erstes „Abenteuer Ultramarathon“. Es warten 56,2 Kilometer mit 1321 Höhenmeter. Die Spitzengruppe setzt sich gleich ab. Ich befinde mich etwas dahinter. Jeder versucht sein Tempo zu finden. Ich prüfe meinen Puls: „148! Was ist denn heute los?.“ Sofort verlangsame ich das Tempo und nach knapp fünfzehn laufe ich in einer Vierer-Gruppe. Es regnet in Strömen.

„Ich fühle mich allerdings erstaunlich locker und deshalb behalte ich das Tempo bei.“

Weitere zehn Minuten später, weist uns ein Ordner von der Straße weg. „Jetzt geht es mit dem Trail los. Jetzt wird es interessant.“ Nach fünf Kilometer auf der Straße befinden wir uns im Wald. Der Weg führt leicht bergauf. Sieben Kilometer lang. Von 436 auf 795 Meter Seehöhe. Die Gruppe zerstreut sich, jeder läuft für sich. Ich fühle mich großartig.

Mit lockerem Schritt laufe ich mit Dejan, Startnummer 271 die Kilometer sechs und sieben hinauf. Doch er nimmt etwas Tempo heraus und ich laufe zügig weiter. Dabei überhole ich einige Teilnehmer. Ich komme ins Grübeln, ob ich ebenfalls die Geschwindigkeit verringern soll. „Eventuell bin ich doch zu unerfahren?“ Ich fühle mich allerdings erstaunlich locker und deshalb behalte ich das Tempo bei.

Eine Dreier-Gruppe ist jetzt etwa hundert Meter vor mir. Der Wald liegt bereits hinter uns und es geht noch ein paar hundert Meter bergauf und danach im vollen Lauf wieder hinunter. Über einen Schotterweg, dann über nasses Gras und Feldwege mit riesigen Traktorspuren und schließlich wieder hinein in den Wald. Hier achte ich besonders auf die Baumwurzeln und versuche mit dem Schuh nicht wegzurutschen. Teilweise versetzt es mich um einige Zentimeter. Es geht volle Kanne bergab! Dadurch kann ich aber auf die Vorder-Gruppe aufschließen.

„Ich klatsche in die Hände und balle die Faust. Ein Jauchzer entkommt mir auch. Juhuhuii!“

Ein neuerlicher Anstieg über eine kurvenreiche Straße. Dann über einen Wiesenweg und im Wald wieder hinab. Allerdings kann ich mit meinen glatten Sohlen mit den Anderen nicht mehr mithalten. Ich verliere die Gruppe und laufe nun allein. Es wird jetzt noch feuchter und schlammiger. Immer wieder versuche ich den Pfützen auszuweichen. Und plötzlich muß ich abrupt stehen bleiben. Ein kleiner Bach von etwa 1,5 Meter Breite rauscht über dem Trail. Ich schaue nach links und nach rechts, aber ich sehe keine Möglichkeit den Bach zu überqueren ohne in den Füßen nass zu werden. „Dann eben nicht!“ und springe mit Anlauf direkt hinein. Mein linker Fuß ist mindestens 20 Zentimeter unter Wasser. „Jetzt ist es auch schon egal!“ Es geht mir noch außergewöhnlich gut und es beginnt mir richtig Spaß zu machen. Ich klatsche in die Hände und balle die Faust. Ein Jauchzer entkommt mir auch. „Juhuhuii!“

Nach 1:21:41 überquere ich in Koppl nach 16 Kilometer die Zeitmatte. Ich bin knapp vier Minuten schneller als mein ambitioniert Plan vorgibt. Die Alarmglocken schrillen und ich nehme ein wenig Tempo raus. Und weiter geht es über schmale Pfade, nasse Wiesen und Schotter. Immer wieder bergauf und bergab. Aber ich habe noch bei jeder Labstelle eine Banane gegessen und einen Becher Wasser getrunken und fühle mich noch immer gut gestärkt.

Vom 19. zum 20. Kilometer sind 115 Höhenmeter zu bewältigen (710 – 825). Im Wald geht es über feuchte Erde und Wurzeln steil bergauf. Von weitem sehe ich wieder eine Fotostelle des Veranstalters. Ich versuche einen besonders lockeren Eindruck zu machen und achte nicht auf den Weg. Ich laufe grinsend den Anstieg hinauf. Und „tschak!“. Direkt vor der Fotografin liege ich in voller Länge im nassen Waldboden. Meine Hände sind voller Erde. Ein Finger an der rechten Hand blutet leicht. Sofort stehe ich wieder auf. „Jetzt kannst du in Ruhe ein Foto machen.“ Wir müssen beide lachen. Ich nehme mir aber nicht die Zeit, die Hände abzuwischen.

„Sie klatschen mich an der Labstelle durch und feuern mich an. Ich balle die rechte Faust in die Höhe und fühle die Endorphine im Körper. Gänsehautfeeling.“

Im Wald oben angekommen, überquere ich wieder eine rutschige Wiese bergab. Durch den Zwischenfall hat ein Läufer hinter mir aufgeholt und kommt jetzt immer näher. Das Gras abseits des schmalen Pfads ist relativ hoch und ich habe zunehmend Schwierigkeiten nicht auszurutschen.  Immer wieder muß ich die Füße quer stellen. Doch plötzlich passiert es doch. Ich liege schon wieder im Nassen. Der Läufer mit der Startnummer 277 sieht mich am Boden liegen. „Ist dir was passiert?“ Ich verneine und er läuft wieder weiter. Ich merke jedoch, mein rechter Ellbogen hat scheinbar etwas abbekommen. Ich pushe mich selber wieder und setze alleine meinen Weg fort. Bald habe ich das Westufer vom Fuschlsee erreicht. Jetzt befinde ich mich auf bekanntem Terrain. Ich kenne den Weg aufgrund der früheren Starts beim Fuschlsee-Lauf. Bergauf, bergab, bergauf, bergab. So verlaufen die nächsten Kilometer. Der Regen ist noch immer ein ständiger Begleiter.

 

 

Kilometer 28: Halbzeit. Ein psychologischer Motivations-schub. Noch gut zwei Kilometer bis zur nächsten Labe. In Fuschl am See biege ich auf die Seeufer-Promenade ein und sehe schon weitem meinen Bruder auf mich warten. Gut fünfzig Meter vor der Labstelle klatscht er mich ab und reicht mir ein Getränk. „Super in der Zeit. 2:41. Genau im Plan!“ spornt er mich begeisternd an. Ein weiterer Motivationsschub. Er bietet mir ein trockenes Shirt an, aber ich lehne dankend ab: „Danke, aber ich laufe so bis ins Ziel.“ Wenn schon, denn schon!

Direkt an der Labstelle stehen etwa zwanzig bis dreißig Zuschauer. Sie klatschen mich an der Labstelle durch und feuern mich an. Ich balle die rechte Faust in die Höhe und fühle die Endorphine im Körper. Gänsehautfeeling.

Motiviert durch dieses Bad in der Menge laufe ich weiter. Ständig bergauf und bergab. Ich behalte mein ambitioniertes Tempo und überhole eine Läuferin vor mir. Das unwegsame Gelände bereitet mir jedoch zunehmend Schwierigkeiten und ich merke, daß ich immer mehr investieren muß, um das Tempo halten zu können. Nach einem Bergabstück bleibe ich kurz stehen, um ein wenig zu dehnen. Das tut gut. Die Läuferin überholt mich wieder, und ich versuche dran zu bleiben. Die Strecke führt jetzt eine Straße entlang. Wir laufen eine Pace von 5:05 bis 5:10. Ich weiß es sind noch mehr als zwanzig Kilometer. Ich bin völlig durchnässt und meine Schuhe quietschen. Ich spüre nun auch eine Blase am rechten Fuß. Und es wird immer härter

Dann ein Plakat mit dem Mozart100-Logo. Darauf steht schlicht „The Wall“. Ein Asphaltanstieg bei Kilometer 38,1 bis 38,9 mit 79 Höhenmetern (661 – 740) Zuerst versuche ich noch zu laufen. Aber ich muß einsehen: es geht einfach nicht. Beide gehen wir hinauf. Durch meine größer Schrittlänge kann ich sie überholen. Oben auf der Bergkuppe – an der 8. Labstelle – lacht mir bereits wieder mein Bruder und meine Familie entgegen. Wir klatschen uns wieder ab und sie spornen mich an. Sie sind wirklich eine große Unterstützung!

„Wie soll ich die restlichen Kilometer bloß schaffen. Ich habe meinen Tiefpunkt erreicht.“

Kilometer 41: Noch fünfzehn harte Kilometer. Wie soll ich die restlichen Kilometer bloß schaffen. Ich habe meinen Tiefpunkt erreicht. Es geht immer wieder nur bergauf und bergab. „Das hört ja nie auf. Gibt es da nicht mal eine gerade Strecke?“ bin ich schon etwas resigniert. Ich schleppe mich aber weiter. Tempo 5:30 – 5:50. Ich werde von zwei Läufern überholt. Startnummer 271 und danach Startnummer 311.

„Gemma, gemma, gemma!“ bestärke ich mich aber wieder selber. Ich laufe an einem Gasthof vorbei. Eine Hochzeitsgesellschaft huscht ins Gasthaus. „Die hätten sich auch ein schöneres Wetter gewünscht.“  Dann geht’s wieder steil bergab. Pace 6:00. „Ich bin ja jetzt schon beim Bergablaufen langsamer als bergauf. Das gibt’s ja gar nicht!“ Gibt es doch! Die Beinmuskulatur schmerzt. Auch mein rechter Arm macht nun Probleme. Ich spüre ein dumpfes Ziehen. „Habe ich beim Sturz doch etwas abbekommen!“

Weit unten sehe ich den Salzburg-Ring und einige Leute in den Warnwesten. Sie stehen an der neunten Labe. „Habt ihr was zu trinken?“ versuche ich dann unten ein Späßchen. Ich möchte mich selber wieder ermutigen und trinke hier zum ersten Mal während des Trails ein Cola. Ich dehne auch zwischendurch wieder. Vielleicht hilft es ja.

„Da kommt die erste Frau!“ ruft eine Helferin von der Labstelle. Und mir fällt es plötzlich wie Schuppen von den Augen. Es ist Marija Vrajic, die kroatische Top-Ultraläuferin. Mit ihr habe ich mich die letzten Kilometer im Dauerregen durchgekämpft. Nur mit dem Unterschied, dass sie bereits die zweite Runde, also 100 Kilometer, absolviert. Sie nimmt kurz einen Becher und läuft sofort weiter. Ich kann ihr nicht mehr folgen.

Ich laufe alleine weiter. Konstant etwa 5:45 – 6:00. Je nach Grad des An- oder Abstiegs. Ich bin jetzt vier Stunden unterwegs. Es ist kalt, ich bin müde und durchnässt, und mich fröstelt ein wenig bei dem leichten Wind. Der Regen prasselt noch immer unaufhörlich hernieder. Aber das Wichtigste stimmt mich extrem positiv: Ich bin noch immer „guat in der Zeit!“ Und ich freue mich schon auf den 46. Kilometer. Eine psychologische Triebfeder: es sind dann nur noch zehn Kilometer ins Ziel. Die sollte ich doch in einer Stunde bewältigen können. Und danach geht es – den Kapuzinerberg ausgenommen – nur noch bergab.

„5 Stunden 20 Minuten sind absolut möglich. Ich spüre ein Hoch. Es geht mir wieder besser.“

Bei Harbach wartet nochmals meine Familie im Regen auf mich. Das bestärkt mich ungemein. Gerhard ruft: „Vier Stunden, elf Minuten, du bist voll dabei.“ Ich balle die Faust. 5 Stunden 20 Minuten sind absolut möglich. Ich spüre ein Hoch. Es geht mir wieder besser. Mein Tiefpunkt ist überwunden! Noch ein Kilometer bergauf, und dann … nur noch bergab.

„Beim 52. Kilometer wartet mein Bruder Gerhard am Straßenrand nochmals auf mich. Er ruft: Du bist noch voll gut im Rennen! Wir klatschen uns ab. Yes!!!“

Jetzt ist es wieder ein Genuß. Die Muskulatur schmerzt zwar immer noch: Schulter, Gesäß, und vor allem die Oberschenkel. Manchmal spüre ich darin kurze Stiche. Aber an der 10. Verpflegungsstelle habe ich mich nochmals ausreichend versorgt. Und ich komme dem Ziel immer näher. Ich sehe die 50-KM-Tafel. Sie gibt mir nochmals zusätzlichen Antrieb. Ich balle beide Fäuste. Die Hände sind zwar immer noch nicht gesäubert. „Aber macht nichts!“ Noch sechs Kilometer bis ins Ziel.

Am 52. Kilometer wartet Gerhard nochmals auf mich. Er ruft: „Du bist noch voll gut im Rennen!“ Wir klatschen uns ab. „Yes!!!“ Von Guggenthal hinunter kann ich jetzt wieder eine Pace von 5:10 laufen. So wie mit der Streckenführung, so ist es auch mit meiner Psyche: Auf und ab. Momentan bin ich wieder ganz oben.

Labstelle bei Kilometer 53. Ich laufe auf die Fürbergstraße zu. Die Polizisten halten augenblicklich den Nachmittagsverkehr auf der vierspurigen Fahrbahn für mich an. Im Vorbeilaufen bedanke ich mich und ohne Zögern überquere ich die Straße. „Dass extra der Straßenverkehr wegen mir gestoppt wird habe ich bis heute noch nicht erlebt.“ Ich fühle mich wieder großartig.

„Plötzlich höre ich: Woat amoi! Ich glaub wir san foisch.“

Es geht am Gehsteig die Fürbergstraße hinunter. Pace 4:55 – 5:00. Vorbei an den alten Postgaragen. Hinunter bis zum „Eder“. Aber etwas kommt mir komisch vor. Ich habe schon lange keine Markierung mehr gesehen. „Und eigentlich sollte ich mal auf den Kapuzinerberg hinauf. Der liegt rechts von mir.“ Ich werde unsicher. „Soll ich wieder umdrehen?“ Ich trabe am Gehsteig weiter und drehe mich um. Ich bemerke einen Läufer mit Startnummer etwa fünfzig Meter hinter mir. „Also bin ich doch richtig.“ Plötzlich höre ich:“Woat amoi! I glaub wir san foisch.“ Es ist Timo, Startnummer 322. Sofort wird mir klar, dass er recht hat. Wir drehen wieder um und lassen beide unseren Ärger freien Lauf. „So was Blödes, des wär ah super Zeit worn. Locker unter 5:30!“ Beim lockeren Zurücklaufen suchen wir eine Markierung. „Do muass es irgendwo eini geh. Des gibt’s jo goar ned!“ Plötzlich sieht Timo in dreißig Meter Entfernung ein Band auf einem Baum hängen. Es führt ein Weg hinein. Gleichzeitig verärgert und auch erleichtert laufen wir einen Anstieg bis zu den Stufen des Kapuzinerbergs entlang.

„Ich genieße den Applaus am Residenzplatz und mit gestreckten Armen lauf ich durch den Zielbogen.“

Aber ich hadere immer noch mit dem Mißgeschick. Wir haben keine Tafel oder Straßenmarkierung gesehen. Und er hat völlig recht. Meine Traumzeit kann ich vergessen. Völlig geknickt bleibe ich stehen. „Lauf du ruhig weiter, ich spüre einen Krampf.“ Irgendwie stapfe ich die Treppen hoch. Einige Touristen stauen und gehen dann doch zur Seite. Auch bei den Stufen bergab lasse ich mir Zeit. „Ich habe mich schon so auf den Zieleinlauf gefreut. Und jetzt so etwas. Wie ordne ich jetzt diesen Lauf ein?“ Kurz vor der Steingasse werde ich noch von einem Läufer überholt. Es sind noch ein paar hundert Meter bis ins Ziel.

Platzl, Staatsbrücke, Fußgängerdurchgang. Ein letztes Foto. Ich hebe die Daumen nach oben und kann wieder lachen. In der Getreidegasse laufe ich zick-zack durch die Touristenmassen durch. Über den „Alten Markt“ muss ich eine größere Gruppe umlaufen.  Und dann… ich sehe meine Familie schon von weitem. Sie reißen die Arme in die Höhe. Die letzten hundert Meter. Der Veranstalter kündigt mich über das Mikro an. Ich genieße den Applaus am Residenzplatz und mit gestreckten Armen laufe ich durch den Zielbogen.

„Der Support von meinem Bruder, meiner Frau und meiner Tochter war sicher auch auschlaggebend, daß ich meinen Tiefpunkt wieder überwinden und auf den letzten Kilometern das Tempo nochmals forcieren konnte.“

Fazit: Mein erster Ultramarathon beim Mozart100 /Scenic55 war ein äußerst emotionaler und erfahrungsreicher Wettkampf. Meine Unerfahrenheit betreffend dem Schuhwerk und teilweise auch der Renneinteilung hat voll zugeschlagen. Obwohl, beim nächsten Mal würde ich auch wieder im gleichen Tempo laufen. Ich wollte unter die Top 15 (= erste Seite der Ergebnisliste) und hätte es fast geschafft. Der Support von meinem Bruder, meiner Frau und meiner Tochter war sicher auch auschlaggebend, daß ich meinen Tiefpunkt wieder überwinden und auf den letzten Kilometern das Tempo nochmals forcieren konnte. Mit einem weinenden Auge sehe ich natürlich die zusätzlichen zwei bis drei Kilometer, welche mir eben die Traum-Platzierung gekostet haben.  Aber mit diesem Lauf konnte ich wahrscheinlich auch einen Vereinsrekord verzeichnen. Als „Ultraläufer“ würde ich mich trotzdem nicht bezeichnen. Ich denke, dazu fehlt mir noch einiges an Routine und Erfahrung. Aber zumindest habe ich mal „Blut geleckt“ und ich könnte mir gut vorstellen wieder einmal den einen oder anderen Ultra-Trail zu absolvieren. Jetzt habe ich wieder neue Herausforderungen vor Augen und ich freue mich bereits auf meine nächsten Ziele!

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.