REVIEW 2016 – DIE FAKTEN

Es war mein Jahr des Rückschritts, mein Jahr des Herunterkommens und der Neuorientierung. Das Jahr als Niederlage zu bezeichnen wäre etwas zu hart formuliert. Aber doch bin ich so wenig gelaufen, wie schon Jahre nicht mehr. Diverse Wehwehchen haben mich immer wieder aus dem Tritt gebracht – und am Ende völlig gestoppt. Trotzdem habe ich aber mein Ding durchgezogen und bin bei einigen Bewerben mitgelaufen – und wie ich finde manchmal gar nicht so schlecht. Aber persönliche Bestzeiten spielten im Jahr 2016 eine sehr untergeordnete Rolle. Vielmehr waren es ganz andere Dinge, die mir beim Laufen wichtig waren, etwa der Zieleinlauf nach dem Scenic55 oder als ich in Frankfurt völlig kaputt meine Familie wieder sah. Das war das Entscheidende für mich.

Mein Motte war eher: „Tu es, mach es und freu dich trotzdem!“  Denn nur dann kann man auf etwas zurückblicken, und in meinem Fall auch etwas daraus lernen. Ich habe mal gelesen, jeder Mensch hat zwei Leben und das Zweite beginnt in dem Moment, in dem man merkt, dass man nur Eines hat. Ja, klingt sehr philosophisch, aber ich habe das Gefühl, dass ich seit ein paar Wochen neu durchgestartet bin. Ich habe einiges geändert und die sportlichen Prioritäten haben sich teilweise in eine neue Richtung verschoben.

Ein letztes Mal möchte ich noch auf mein persönliches Sportjahr zurückblicken. Im Wesentlichen gliedert es sich in zwei Hälften. Die erste Hälfte war sehr ereignisreich und voller Herausforderungen, die zweite war … najaaah. Hier die Fakten:

Jänner

Mit vollem Elan bin ich nach meiner Verletzungsserie vom Herbst 2015 wieder ins neue Jahr gestartet. Innerhalb der ersten Woche sammelte ich gleich die ersten 100 Kilometer und und am Ende des Monats konnte ich wieder 20-KM-Schwellenläufe absolvieren.

Laufeinheiten: 21
Kilometer: 348

Februar

Ich konnte wieder einige lange Läufe (> 30 KM) absolvieren und mein Monats-Highlight war sicher die dreifache Umrundung mit Gerhard um den Fuschlsee. Das möchte ich auch im Jahr 2017 wieder machen.

Laufeinheiten: 21
Kilometer: 343

März

Mein „Comeback“: mein erster Bewerb seit dem Augarten-Lauf im August 2015. Über die 21,1 Kilometer erreichte ich eine Zeit von 1:28:36. Damals war ich etwas unzufrieden und „trauerte“ meiner alten Leistungsform noch etwas hinterher. Und sollte es doch mein bester Lauf in diesem Jahr werden. Und ab 17.3. – 2. 4. folgte schon Rückschlag Nummer 1: eine hartnäckige Grippe bedingte einen einen 2 ½ -wöchigen Trainingsausfall.

Laufeinheiten: 14
Kilometer: 231

April

Direkt vom Krankenbett in die Wettkampfschuhe. Ich fühlte mich wieder vollständig gesund und fit. So startete im beim 15. Oberbank Linzer Halbmarathon und finishte mit einer Zeit von 1:35. Die letzten Kilometer waren wieder sehr „aufschlussreich“. Ich merkte dabei, wie schnell die Muskulatur nach einer Laufpause wieder nachlässt.

Laufeinheiten: 19
Kilometer: 289

Mai

Der Salzburger Marathon im Rahmen der Österreichischen Staatsmeisterschaften und der Meisterschaften vieler Landesverbände lieferte meinen sportlichen Höhepunkt im Mai. Die vier Wochen zuvor versuchte ich nach dem Trainingsausfall noch zu retten, was zu retten war. Meine Premieren-Zeit von meinem ersten Marathon in Salzburg konnte ich zwar nicht überbieten, aber rückblickend gesehen war ich mit dem 3. Rang der Landesmeisterschaft doch sehr zufrieden.

Laufeinheiten: 15
Kilometer: 280

Juni

Mein persönlich absolutes Jahres-Highlight war der Traillauf beim Scenic55 in Salzburg im Rahmen des Mozart100-Lauffestivals. Trotz zweimaligen Verlaufens und Sekundenbruchteillangen Gedanken eines DNF erreichte ich den 24. Gesamtrang von 156. Finishern. – Mein Bruder landete auf dem 5. Gesamtrang – Bravo!!

Laufeinheiten: 12
Kilometer: 228

Juli

Rückschlag Nummer 2: Das Verletzungspech lässt nicht locker: Drei Wochen Laufpause, aber die Anmeldung für den Marathon in Frankfurt schuf neue Motivation.

Laufeinheiten: 9
Kilometer: 110

August

Urlaub in der Provence: mal ein Becher Eis, mal ein pain au chocolat und danach ein Glas Rosé – zugegeben das Training spielte eine untergeordnete Rolle. Wieder zuhause angekommen holte ich mir gleich ein „dickes Knie“.

Laufeinheiten: 16
Kilometer: 232

September

Rückschlag Nummer 3: Das dicke Knie sollte mich noch bis zum Ende des Jahres verfolgen. Anfangs „ignorierte“ ich die Verletzung – es tat ja nicht besonders weh – und trainierte wieder 200 Kilometer in zwei Wochen. Im Nachhinein wahrscheinlich ein Fehler, aber ich wollte nach der letztjährigen Absage in Berlin den Frankfurter Marathon unbedingt absolvieren.

Laufeinheiten: 16
Kilometer: 270

Oktober

17 Jahre nach meiner ersten Teilnahme beim Jedermannlauf in Salzburg war es am 2.10. meine Leistungsüberprüfung für Frankfurt. Ich lief taktisch etwas zurückhaltender und genoss somit die drei Runden durch meine alte Heimat. Der Frankfurter Marathon war läuferisch enttäuschend, aber äußerst emotional und zeigte mir wieder auf, dass man einen Marathon nicht so nebenbei mitläuft.  Ich erreichte meine persönlich zweitschlechteste Marathonzeit.

Laufeinheiten: 9
Kilometer: 130

November

Null Kilometer, null Laufeinheiten – das sagt wohl alles!

Laufeinheiten: 0
Kilometer: 0

Dezember

Die langwierigen Beschwerden am linken Knie dauerten nach vier Monaten zwar immer noch an, aber schön langsam fasste ich wieder neuen Mut ich spüre, dass es wieder bergauf geht – im wahrsten Sinne des Wortes.

Laufeinheiten: 4
Kilometer: 25

 

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