AN TAGEN WIE DIESEN… SEPTEMBER 2016

Wie auf rohen Eiern laufe ich heute wieder mal eine kleine Runde. Und die ganze Aufmerksamkeit gilt meinem linken Knie. Sechs ganze Tage habe ich jetzt pausiert.  Die Schwellung nach meinem letzten langen Lauf ist soweit abgeklungen, aber es ist sicherlich noch nicht alles gut ausgeheilt. Ich spüre es noch immer. Die Verletzung ist wohl ein klassisches Läuferknie, wenn es an der Knieaußenseite schmerzt und reibt. Dessen Ursache ist meist eine Überbeanspruchung der Sehnenplatte am Knie.

Aber was macht man in so einer Situation? Man steckt mitten in der Vorbereitung für den Marathon und in zwei Tagen wäre wieder der Jedermannlauf in Salzburg. Was also tun? Es gibt eigentlich nur zwei Optionen: Ich kann solange pausieren, bis es vollständig verheilt ist, und danach das Training fortsetzen. Damit würde ich aber wertvolle Trainingstage verlieren. Oder aber, ich kann weitertrainieren und nach dem Marathon in Frankfurt das Lauftraining aussetzen.

„Ich zucke innerlich zusammen. „Sch…..ade!“ denke ich krampfhaft.“

Mit diesem Hintergrund teste ich also mein Knie heute auf meiner 10-KM-Runde. Zu Beginn spüre ich natürlich sofort wieder die Verletzung. Ich zucke innerlich zusammen. „Sch…..ade!“ denke ich krampfhaft. Allerdings ist es bei Weitem nicht so schmerzhaft wie am Samstag. Und tatsächlich wird es nach wenigen Kilometern sogar etwas besser. Oder wünsche ich mir das nur? Nein, wirklich! Je flüssiger die Bewegung, desto lockerer fühle ich mich. So trotte ich gemächlich weiter. Die Laufuhr ist dieses Mal zu Hause geblieben. Ich verlasse mich nur ein mein inneres Bauchgefühl. Die vielen Dehnübungen in der letzten Woche tragen also doch kleine Früchte. Und insgesamt fühle ich mich wegen der Trainingspause natürlich auch viel ausgeruhter als in den letzten Trainingsläufen.

Super! Die Entscheidung ist also gefallen. Ich werde am Sonntag starten. Soviel ist sicher. Die Erwartungen auf eine anspruchsvolle Zeit hatte ich ja diesbezüglich sowieso nie. Mitmachen, Wettkampfluft schnuppern, alte Bekannte treffen, diese Dinge stehen beim Jedermannlauf für mich im Vordergrund.

Und ich freue mich darauf!

2 thoughts on “AN TAGEN WIE DIESEN… SEPTEMBER 2016

  1. Hey!

    Ich habe exakt das gleiche: Läuferknie mit Schleimbeutelentzündung. Ich habe festgestellt, dass ich mit angewinkeltem Knie nicht sitzen kann, denn wenn ich aufstehe, kommen die Schmerzen und bleiben länger. Erst beim rumlaufen verschwinden sie langsam wieder, sodass ich daran denke, bald im flachen zu testen, ob es ein Lauf schlimmer machen würde oder eben nicht. Denn dann wäre das Sitzen der Übeltäter und nicht das Laufen.

    Ist mir bei meinem letzten Ultra vor 2 Wochen passiert, dann eine Woche Pause, Sonntag MTB gefahren, danach spazieren gewesen, bergab teilweise und dann war der Schmerz so schlimm, dass ich dachte ich verliere den Verstand. Also zum Physio, der in einer Folterstunde den Zug von den Muskeln nahm, sodass ich zumindest einigermaßen normal gehen konnte.. Dann Yoga gemacht, was dem auch sehr zuträglich war und eben nicht mehr sitzen und wenn das Bein ausstrecken oder hochlegen.

    Ging dir das auch so? Habe Angst dass es zu lange dauert..ich liebe es im Herbst zu laufen 🙁

    Viele Grüße an einen Leidensgenossen,
    Jamie

    1. Hallo Jamie,
      ja, bei mir ist es zum Glück (noch) nicht so schlimm. Beim Gehen habe ich keine Schmerzen. Und bei der Laufpause wird es auch von Tag zu Tag besser. Ich mache viele Dehnungsübungen und nehme Schüßler Salze (Nr. 3) Ausserdem gebe ich am Abend immer für ein bis zwei Stunden einen Quark auf das Knie. Das kühlt und lässt die Schwellung abklingen. … und ich kenn das mit der Angst vor der Trainingspause, denn im Herbst ist es wirklich am schönsten zu laufen.
      Viele Grüße & gute Besserung!
      Robert

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