AN TAGEN WIE DIESEN… AUGUST 2016

Das Leben ist ein ständiges Auf und Ab, genauso wie meine verschiedenen Verletzungen und genauso wie meine Leistungskurve. Momentan ist meine Leistung halt wieder mal ziemlich am unteren Ende der Kurve. Aus diversen Gründen konnte ich in den vergangenen Monaten ja kaum trainieren und von einer Struktur konnte schon gar keine Rede sein.Das letzte gezielte Training absolvierte ich sechs Wochen lang zu Beginn dieses Jahres – bis zu meiner Verkühlung. Aber mein Körpers sagte halt: STOP.

So versuche ich jedoch die Ausdauerfähigkeit wieder vorsichtig anzuheben und aufzubauen. In den Augusttagen habe ich einige lockere Kilometer abgespult. Nicht viele aber trotzdem und heute „genehmige“ ich mir ein paar Intervalle und beginne die ersten tausend Meter mit 4:00 Minuten pro Kilometer.

„Zuerst zu schnell, dann zu langsam, und dann passt es einigermaßen.“

Los geht´s also. Die ersten hundert Meter benötige ich um das Tempo zu finden. Zuerst zu schnell, dann zu langsam, und dann passt es einigermaßen. Aber die Meter ziiieeehen sich so in die Länge. Ich bin sowas ja gar nicht mehr gewohnt. Das letzte Intervalltraining liegt sicher schon mehr als ein halbes Jahr zurück. Damals kurz vor dem Salzburg-Marathon.

Eigentlich wollte ich das Tempo beim zweiten Intervall um fünf Sekunden erhöhen, aber angesichts der großen Anstrengung beim ersten Teilstück, entscheide ich mich das Tempo nun beizubehalten.  Und wieder dasselbe Prozedere: zuerst das richtige Tempo finden und dann versuchen die Pace irgendwie zu halten. Es gelingt. Allerdings unter allergrößter Anstrengung. Wie wird es mir dann erst beim fünften Intervall ergehen?

Ein kleiner Schluck zur Erfrischung hilft mir ein wenig. Und ich bereite mich wieder vor.  Auf die dritten tausend Meter. Dieses Mal  gestalte ich die Pause etwas länger und prüfe meinen Puls. Ich warte bis er auf der Uhr 100 Schläge anzeigt. Dann begebe ich mich wieder in Startposition. Jetzt finde ich das geplante Tempo etwas früher, aber ich merke bald dass ich langsamer werde. 4:05, 4:10 sind es am Ende.

„Jedenfalls kann ich gegen Ende hin nochmals leicht beschleunigen und stoppe beim letzten 1000er nach 4:03 ab.“

Den vierten Tempolauf starte ich mit 4:05 und glücklicherweise kann ich ihn entsprechend beenden. Mein Shirt ist klatschnass, es tropft mir von der Nase und die Wirkung des Erfrischungsgetränkes verpufft auch gleich wieder. Und dann heißt es nochmals alle Kräfte bündeln und das Letzte herausholen. Wenigstens nicht über 4:05 – das wäre schon eine Genugtuung. Ich starte vorsichtiger. Die ersten Meter sind ja immer relativ „locker“, aber bald merke ich wieder die Anstrengung. Aber ich merke auch, wie sich mein Laufstil etwas ökonomischer anfühlt. Oder bilde ich mir das nur ein? Jedenfalls kann ich gegen Ende hin nochmals leicht beschleunigen und stoppe beim letzten 1000er nach 4:03 ab. Yeah! Geschafft! Es liegen zwar Welten zwischen den Zeiten vom August 2015, aber es war zumindest ein richtungsweisendes Training an Tagen wie diesen. Es geht wieder aufwärts!

Morgen ist ein geplanter Ruhetag, am Donnerstag nochmal locker auslaufen. Samstags steht eigentlich ein etwas längerer Lauf an. Und am Sonntag …. … .. . . (oje Tinte aus) 😉