AN TAGEN WIE DIESEN… JULI 2016

Träge und schwerfällig – man könnte auch sagen etwas ungelenk – ziehe ich heute wieder los. Die Sonne brennt mir in den Nacken. Ja sicher, so heiß wie im vorigen Jahr ist es diesmal nicht, aber bei dem jetzigen
Jojo-Sommer zeigt die Quecksilbersäule auch über 30 Grad Celsius. Und ich fühle mich heute wie ein Laufanfänger. Die lange, krankheitsbedingte Laufpause hat deutliche Spuren hinterlassen. Die letzten drei Wochen konnte ich keinen einzigen Laufkilometer absolvieren. Also bestreite ich heute mein gefühltes zwanzigsten Mini-Comeback.

„Denn ich schaue nicht zurück, ich blicke immer nach vorn.“

Ich habe nach einigem Abstand den Ultratrail vom 18. Juni doch noch in die Kategorie „Erfolgserlebnis“ eingeordnet. Danach wurden wieder neue Ziele formuliert, welche ich jetzt mit einiger Verspätung wieder in Angriff nehmen werde. Denn ich schaue nicht zurück, ich blicke immer nach vorn. Und da sehe ich die Teilnahme beim Marathon in Frankfurt. „This is your day“ lautet dort das Motto, welches ich auch für mich übernommen habe. Ja klar, habe ich ein Ziel für den Frankfurt-Marathon, aber ich werde in Zukunft mehr auf meinen Körper achten und mehr in ihn „hineinhören.“ Und sollte ich mein Ziel nicht umsetzen können, mache ich mir auch keinen Kopf.

In der Vergangenheit habe ich doch versucht meinen „Trainingsplan“ auf Biegen und Brechen umzusetzen. Obwohl – so richtig nach Plan habe ich ja in Wirklichkeit schon lange nicht mehr trainiert. Und so versuche ich eben, mich langsam wieder heranzutasten. Und heute fällt es mir aber wieder besonders schwer. Ganz bewußt laufe ich eine Minute pro Kilometer langsamer, als noch vor einem Monat. Das ist gerade mal das Tempo, das ich heute „gehen“ kann. Acht Kilometer für den Wiedereinstieg. Intervalle ist im Augenblick noch ein Fremdwort. Einen Monat habe ich für mein Comeback geplant. Danach möchte ich wieder mit gewohnter Entschlossenheit und Energie mein Ziel für den Frankfurt-Marathon verfolgen.