AN TAGEN WIE DIESEN… JUNI 2016

 

 

Die Anmeldung war rasch erledigt. Name, Adresse, Geburtsjahr und Zack, drei Minuten später war ich schon registriert für meinen zweiten Ultra-Traillauf.

 

Das war vor neun Monaten, dann folgte eine durchwachsene Vorbereitung und – wieder Zack, ist es nur mehr eine Woche bis zum Start am Residenzplatz.

Es ist ein eigenartiges Gefühl, so kurz für dem Start die Hürde „Ultramarathon“ in Angriff zu nehmen. 56,2 Kilometer mit 1500 Höhenmetern warten am 18.Juni. Das Gefühl ist nicht beängstigend aber es ist doch ein Riesen-Respekt vorhanden. Alle Vorkehrungen sind soweit abgeschlossen, die Strategie ist fixiert, die planmäßigen Zwischenzeiten wurden ungefähr berechnet und die Schuhauswahl habe ich nun auch endgültig festgelegt. Die ersten zwanzig Kilometer werde ich dieses Mal definitiv langsamer beginnen. Gerhard wird mich hoffentlich rechtzeitig daran erinnern und mich notfalls etwas einbremsen. Mein Bruder und ich werden diesen Panoramalauf gemeinsam bestreiten. Und wir wollen ihn auch gemeinsam beenden, deshalb wäre es auch wichtig auf den letzten Kilometern noch einigermaßen durchzuhalten.

Die Zwischenzeiten sollen als ungefährer Anhaltspunkt dienen, die endgültige Zeit spielt heuer eher eine untergeordnete Rolle. Ja klar, es mir nicht ganz gleichgültig wann wir das Ziel erreichen werden, aber zwanzig Minuten früher oder später ist in diesem Fall eher zweitrangig. Für uns zählt in erster Linie der olympische Gedanke.

 „Die kritischen Kilometer liegen wahrscheinlich zwischen dem 40. Kilometer in Hof bei Salzburg und dem 50. Kilometer in Guggenthal.“

Die Verpflegung während der fünfeinhalb bis sechs Stunden Laufzeit wird natürlich auch wesentlich für das Gelingen dieser Herausforderung. Ich habe mir diesbezüglich in den vergangenen Tagen zwei Taktiken zurecht gelegt. Beide sind abhängig von der Wetterlage zum Startzeitpunkt.

Ich werde in den kommenden Tagen versuchen, noch gut zu regenerieren. Morgen stehen noch lockere 25 Kilometer am Zettel. Danach werden die Schuhe geputzt und die Glykogenspeicher aufgefüllt.

Es wird sicher eine Härteschlacht und am Ende auch eine Kopfsache. Die kritischen Kilometer liegen wahrscheinlich zwischen dem 40. Kilometer in Hof bei Salzburg und dem 50. Kilometer in Guggenthal. Danach sind es nur noch „lächerliche“ sechs Kilometer und der Zieleinlauf wird im Geiste bereits durchgespielt.

Eine gewisse Anspannung ist bereits vorhanden und ich denke sie ist in dieser Form auch wichtig und die Konzentration wird sich noch weiter erhöhen. Die Vorfreude ist jedenfalls jetzt schon enorm hoch. Also, drückt uns die Daumen!

PS: Ein ausführlicher Bericht folgt nach dem Lauf 😉

 

 

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