LANGER LAUF # 36

Es ist ein Kreuz mit meinem Kreuz. Immer wenn es im Training wieder mal gut läuft, werden meine Pläne von Rückenschmerzen durchkreuzt. Anfang der Woche war es wieder soweit: Ich hatte Rücken und an Laufen oder Joggen war nicht zu denken. Erst vorgestern wagte ich eine kurze Einheit. Und wirklich, die Schmerzen waren kaum noch zu spüren – auch nach dem Lauf. Drum steht einem längeren Lauf als weitere Übung für den Ultralauf nichts im Weg.

„Und, ich muss mir leider eingestehen, dass ich ein Jahr davor etwas besser in Schuss war.“

Sonntagmorgen, 6:35, Weix und ich machen uns also wieder auf den Weg. Diesmal wieder die gewohnte Route ohne irgendwelche Trails oder Bergwertungen.  Nach dem ersten „Einlaufkilometer“ finden wir unser gewohntes Tempo. Die Wetterbedingungen sind weitgehend sehr angenehm und die ersten fünfzehn bis zwanzig Kilometer fühlen sich relativ entspannt an.

Aber ich vergleiche immer wieder mal meine aktuelle Fitness mit der aus vergangenen Tagen. Und, ich muss mir leider eingestehen, dass ich ein Jahr davor etwas besser in Schuss war. Ich merke es heute vor allem dann etwa ab dem 25. Kilometer. Der Aufwand das Anfangstempo zu halten erscheint mit fortwährender Dauer immer beschwerlicher. Noch vor einem Jahr trat dieser Effekt wesentlich später ein. Dementsprechend werde ich in zwei Wochen natürlich etwas defensiver anlaufen müssen. Aber dieses Training ist sowieso kein Vergleich zu meiner bevorstehenden Herausforderung.

Nach dreißig Kilometern sind wir wieder nahe am Ausgangspunkt und somit wählen wir eine zusätzliche Schleife, welche man – aufgrund verschiedener Abzweigungen – variabel gestalten kann.

Weix verabschiedet sich dann etwa drei Kilometer später. Es war von Beginn an so vereinbart und ich hänge noch einige Kilometer an und laufe nun mit etwas weniger Einsatz das Training fertig.