MOZART100 /SCENIC55

„Es wird dieses Mal sicher um einiges schwieriger als im letzten Jahr.“ Gemeint ist damit meine Teilnahme beim Scenic55 im Rahmen des Mozart100-Panoramalaufes. Im vergangenen Jahr hatte ich kaum irgendwelche Erwartungen und ich konnte gut und strukturiert darauf hintrainieren. Trotz der schlechten Wetterbedingungen habe ich extrem positive Erinnerungen an den Ultralauf. Der Dauerregen während der gesamten Veranstaltung hat mich auf allen 57 – 58 Kilometern kaum beeinträchtigt. Nur mein Missgeschick über die falsche Abzweigung vor dem Kapuzinerberg schlummert noch ganz, ganz weit hinten im Erinnerungsvermögen – deshalb auch die „Extra-Kilometer“ auf dem 56,2-Kilometer langen Trail. Das war im ersten Moment auch die Motivation für meine zweite Teilnahme am 18. Juni 2016. Ich wollte damals mein Ergebnis unbedingt toppen und einen, für mich persönlich guten und fehlerlosen Lauf ins Ziel bringen. Die Anmeldung habe ich bereits im September 2015 durchgeführt.

Jetzt, gerade mal 25 Tage vor dem Start und auch einige Verletzungen später, wächst natürlich die Vorfreude auf die Herausforderung von Tag zu Tag. Auch der Respekt vor der langen Distanz und den 1500 Höhenmetern schleicht sich schön langsam wieder ein.

„Soll ich auf eine gute Platzierung laufen oder einfach versuchen den Lauf zu genießen?“

Und meine Vorbereitungen für den zweiten Anlauf nehmen nun konkrete Formen an. Die eigene Versorgung an der Strecke muss sorgfältig geplant werden. Die Verpflegungspunkte wurde im heurigen Jahr auf fünf Labstellen reduziert. Weiters müssen viele Eventualitäten berücksichtigt werden. Was mache ich, wenn ein heißer Sommertag mit über dreißig Grad Celsius prognostiziert wird? Die Flüssigkeitszufuhr müsste drastisch erhöht werden. Welches Schuhwerk soll ich verwenden? Eher die Schuhe für den Asphalt oder den Fokus auf die Trails setzen?

Auch die leicht veränderte Streckenführung möchte ich nochmals prüfen. Und der wichtigste Punkt für mich lautet: Wie lege ich das Rennen an? Soll ich langsam beginnen und danach versuchen mich noch zu steigern? Oder soll ich den Ultralauf mit einer kontinuierlichen Pace durchlaufen. Soll ich auf eine gute Platzierung laufen oder einfach versuchen den Lauf zu „genießen“? Meine langjährige Erfahrung sagt mir natürlich, ich soll den Trail vorsichtig beginnen. Aber! Das Adrenalin macht mir immer wieder einen Strich durch die Rechnung, ähm… Planung. Und was noch erschwerend dazukommt: mit meinem derzeitigen Trainingszustand kann ich mein Vorjahresergebnis wahrscheinlich doch nicht verbessern. Die Erwartungen sind in meinem Hinterkopf allerdings dementsprechend vorhanden. Wie eingangs erwähnt: es wird schwieriger werden!

Mit welchen Emotionen und Eindrücken werde ich also im Schatten des Salzburger Doms in den Zielraum zurückkehren? Es bleibt spannend!

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