LINZER HALBMARATHON 2016

Mehr als 20.000 Teilnehmer freuen sich bei herrlichen Laufwetter über unterschiedliche Distanzen auf die Laufveranstaltung in Linz. Gerhard und ich sind heute auch mittendrin. Er weiter vorne, ich habe mich etwas hinten in das Starterfeld eingereiht. Wie gewohnt liefern die Toten Hosen den Soundtrack zum Start des Marathon- und Halbmarathonlaufes um 09:30 Uhr.

Aufgrund der hohen Teilnehmeranzahl absolviere ich die ersten hundert Meter im Jogging-Tempo. Sofort wechsle ich meine Position nach ganz rechts außen. Dort kann ich mein Tempo aufnehmen. Ich überhole nun etliche Teilnehmer bis sich das Starterfeld gut verteilt hat.

Der erste Kilometer in 4:08. Sofort reduziere ich das Tempo. Es fällt mir zugegebenermaßen schwer, doch bei  dem heutigen Lauf möchte auch aufgrund meiner fast dreiwöchigen Laufpause ganz bewußt die Stimmung und Atmosphäre der Zuschauer mitnehmen und einfach den Lauf ohne zu großer Anstrengung genießen können.

„Manchmal möchte ich das Tempo mitlaufen, doch ich merke wie es mir zunehmend schwerer fällt.“

Schließlich pendle ich mich nach etwa fünf Kilometer bei  4:20 ein. Ich kann das gut halten, wobei auf den Kilometern sechs bis elf der eine schneller oder auch langsamer gelaufen wird. Doch wie beim letzten Halbmarathon fällt es mir ab KM 12 bis 13 zunehmend schwerer das Tempo zu halten. Ich reduziere das Tempo nochmals und werde zunehmend von den anderen Teilnehmern überholt. Manchmal möchte ich das Tempo mitlaufen, doch ich merke wie es mir zunehmend schwerer fällt. Die Schoko-Osterhasen waren wirklich erbarmungslos und haben sich ohne Rücksicht an meiner Hüfte festgesetzt. 😉

Ich habe mich mittlerweile bei 4:30 eingependelt. Es dauert nun immer länger bis zur nächsten Kilometertafel und bei KM 15 bremse ich mich abermals um fünf bis zehn Sekunden ein. Die Zeit war mir sowieso schon vor dem Start „nicht so wichtig“. Wegen der vielen Absagen zum Ende des vergangenen Jahres möchte ich jetzt einfach diesen Lauf ohne Kampf und Krampf beenden und ein positives Erlebnis mit nach Hause nehmen. Eine Bestzeit war von vornherein unmöglich.

„Die fehlenden Kilometer und die schwache Fitness machen sich gnadenlos bemerkbar.“

So beende ich den Lauf bei einem „Bad in der Menge“ etwa bei einer Zeit von 1:36. Gerhard wartet schon minutenlang im Zielbereich am Hauptplatz. Sofort klatschen wir uns ab, und gemeinsam schlendern wir hinüber zu den Versorgungsständen. Doch seine Miene verrät mir gleich, daß er sein  Programm überhaupt nicht umsetzen konnte. „Jetzt bin ich wieder reich an Erfahrung,“ war der zusammenfassende Kommentar.

Fazit: In Hinblick auf meinen nächsten Marathon war es insgesamt ein erfahrungsreicher Lauf. Zwei ½ Wochen Laufpause direkt vor dem Start des Halbmarathons lassen sich nicht so ohne weiteres wegkaschieren. Die fehlenden Kilometer und die schwache Fitness machen sich gnadenlos bemerkbar. Leider hält sich der Schnupfen trotz der sonnigen Frühlingstage immer noch hartnäckig. Ich werde aber versuchen die verbleibende Zeit noch so gut wie möglich zu nutzen. Aus unbekannten Gründen scheint mein Ergebnis nicht im Ranking von Maxfun-Timing auf. Da ich natürlich die volle Länge des Halbmarathons, beim Start, bei der Staffelübergabe und im Ziel über die Zeitmatte gelaufen bin, ist es mir absolut unerklärlich.

Dennoch war es für mich und meine Familie an diesem Wochenende ein absolutes Lauf-Highlight!

 

NACHTRAG VOM 10.04.2018

 

Nach einigem Schriftverkehr mit maxfun-timing konnte meine Zeit doch noch eruiert werden. Hier die Details:

Rang: 594 (Klassenrang: 101)

Zeit: : 1:35:22

Pace:  4:31 min/km

 

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