VORFREUDE

„So, jetzt habe ich den Salat!“ Ich bin wieder mal krank geworden. Während der direkten Marathon-Vorbereitung. Freitagabend, fühlte ich mich schon etwas angeschlagen und am nächsten Morgen wusste ich sofort nach dem Aufwachen, dass ich den langen Lauf absagen musste. Ich fühlte mich noch immer geschwächt. Sonntag, Montag: keine Veränderung. Auch eine Woche später war es noch immer nicht besser, im Gegenteil: eine Erkältung und das volle Programm.

„Ursprünglich wollte ich eine persönlich ansprechende Leistung auf den Beton brennen.“

Heute zwei Wochen – also eine gefühlte Ewigkeit – später kann ich das erste Mal wieder an ein Lauftraining denken. In drei Tagen starte im beim Halbmarathon in Linz. Die Ziele verschieben sich eklatant nach hinten. Die Motivation auch. Ursprünglich wollte ich eine persönlich ansprechende Leistung auf den Beton brennen. Aber jetzt habe ich mich entschieden die Laufveranstaltung an der Donau als Ganzes zu genießen. Früher war nur Vollgas eine Option.

Aber ich freue mich auf die Atmosphäre, die Begeisterung und Aufmunterung der Zuschauer und ich möchte die Stimmung beim Zieleinlauf ganz bewußt und entspannt mitnehmen. Ich werde locker anlaufen und versuchen ein gutes Tempo zu finden, welches mich nicht zu stark beansprucht. Damit ich wenigstens die verbleibende Zeit für die Vorbereitung einigermaßen fit fertig trainieren kann. Ich möchte jetzt nichts riskieren und auf die Gesundheit achten und mich nicht nach dieser Pause gleich wieder bis zum Anschlag verausgaben. Und ich bin auch noch nicht hundertprozentig in Form. Bei weitem nicht.

„Lange habe ich in den letzten zwei Wochen auf diesen Tag gewartet.“

So gestalte ich auch jetzt meine Trainingseinheit, mein Mini-Comeback. Ich bin locker und entspannt. Ich laufe ohne Uhr und Kilometerangabe. Nach Tagen der Resignation läuft es heute wieder den Umständen entsprechend. Lange habe ich in den letzten zwei Wochen auf diesen Tag gewartet. Immer wieder hat mich der Reizhusten zurückgeworfen. Aber heute bin ich froh, meine gewohnte Strecke im Frühling ohne gröbere Probleme bewältigen zu können. Muskulär fühle ich mich großartig. Ausgeruht stimme ich mich auf mein erstes Highlight ein. Und ich konzentriere mich auf das Wesentliche: das Laufen.

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