FUSCHLSEE MAL DREI

Der Fuschlsee mit einer Meereshöhe von 663 Meter liegt eingebettet im Salzburger Land. Er hat eine Länge von 4,2 Kilometer und ist rund 800 Meter breit.

 

Um den See gibt es einen Rundwanderweg auf dem auch der jährliche Fuschlseelauf ausgetragen wird. Obendrein ist dieser Weg auch Bestandteil des Ultramarathons „Mozart100“. Grund genug diesen herrlichen Trail am heutigen Sonntagmorgen wieder einmal zu proben.
Die ersten Kilometer sind noch relativ gemütlich zum Einlaufen. Nach einem kurzen Teilstück auf dem trockenen Asphalt geht es direkt hinein in den Wald. Über das Wurzelwerk, durch kleine und auch größere Pfützen, welche zu Beginn noch umlaufen werden. Ich laufe voraus, mein Bruder immer dicht hinter mir. Es geht ständig bergab und bergauf.

Am Westufer angelangt, verlassen wir den Wald und so befinden wir uns prompt auf sehr eisigen Terrain. Auf dieser Schattenseite geschützt durch die Bäume liegt immer wieder Eis und Schnee. Wie auf rohen Eiern tapsen wir über diese Passagen, um danach das gewohnte Tempo wieder aufzunehmen.

Am Südufer geht es dann wieder zügig voran und es ist eine wahre Freude auf dem zum Teil geschotterten Weg hinauf und hinab zu springen und zu sprinten.

Wir umrunden den See ein zweites Mal und nun kennen wir das Terrain schon relativ gut und wissen genau, was auf uns zukommen wird. Vorher noch schnell eine kurze Pause beim Parkplatz vom Strandbad und danach geht es wieder zügig weiter.

Auf den eisigen Abschnitten merkt man nun, dass es zu Tauen beginnt und deshalb laufen wir teilweise im Schneematsch. Nach rund sechzehn bis siebzehn Kilometer fühle ich mich noch relativ fit und wir könnten das Tempo jederzeit verschärfen. Ich versuche allerdings die Ermüdungserscheinungen so gut wie möglich zu vermeiden, damit ich keine Verletzung riskiere.  In der Führungsarbeit wechseln wir uns automatisch alle paar Kilometer ab. Wir genießen den Traillauf und nach einer knappen Stunde haben wir auch schon die zweite Runde geschafft.

„Auf einem kurzen Flachstück riskiere ich einen Blick auf die Uhr und sehe eine 4:40er Pace.“

Vor der dritten Runde wechselt Gerhard schnell seine Schuhe gegen eine leichteres Paar und im Eiltempo werden die Kilometer dreiundzwanzig bis sechsundzwanzig absolviert. Auf einem kurzen Flachstück riskiere ich einen Blick auf die Uhr und sehe eine 4:40er Pace. Gerhard läuft voraus und ich merke zunehmend, daß ich nach und nach Probleme bekomme, das Tempo halten zu können. Und kaum sind wir aus dem Waldstück, „normalisiert“ sich die Geschwindigkeit automatisch aufgrund der vielen Pfützen.

Die letzten Kilometer werden noch gemütlich ausgelaufen und nach knapp drei Stunden ist die heutige Laufeinheit auch schon wieder beendet. Es war ein abwechslungsreiches Training, welches zwar – außer dem Beginn der dritten Runde – keine großen Probleme bereitete, aber mir doch bewußt wurde, daß  für den Ultralauf doch noch einige Defizite aufzuholen sind.

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